Mit einer Fläche von über 400.000 km² zählt die Ostsee als das größtes Brackwassermeer der Erde. Über 20.000 km³ Wasser beinhaltet das 460 tiefe Binnenmeer. Die durchschnittlich Tiefe liegt jedoch nur bei etwa 52 Metern, im Vergleich zur Nordsee mit einer durchschnittlichen Tiefe von etwa 94 Metern relativ wenig. Geografisch gesehen, trennt die Ostsee die Skandinavische Halbinsel von dem europäischen Festland. Die Ostsee grenzt an insgesamt 9 europäische Länder, darunter auch Deutschland, Dänemark und Russland, dadurch ist sie ein beliebtes Urlaubsziel vieler Touristen geworden.
Der durchschnittliche Salzgehalt der Ostsee beträgt im westlichen Teil der Ostsee etwa 1,5 %, im Norden erheblich weniger. Im Laufe der Geschichte hat sich der Salzgehalt stark geändert, es gab sogar Zeiten, in denen die Ostsee als Salzwassermeer galt. Besonders interessant ist die Entstehung der Ostsee. Die ersten Nachweise dieses Binnenmeers gehen bis in die Wechseleiszeit (die bisher letzte Eiszeit auf dieser Erde) zurück. Durch die riesigen Mengen des schmelzenden Eises am Ende dieser Eiszeit sammelte sich das Wasser in großen Tälern an. Eines dieser riesigen Wasserpfützen wurde Jahrtausende später als “Ostsee” bezeichnet. Dieser Name ist bis heute geblieben.
Besonders an den Küsten der Ostsee lassen sich Spuren dieser Wechseleiszeit nachweisen. Zahlreiche Insel und Inselgruppen, darunter auch bekannte Namen wie etwa die Insel Gotland oder die Insel Wollin, verschönern das einzigartige Bild dieses Binnenlands. Auch die drei deutschen Inseln Rügen, Fehmarn und Usedom gehören zur Ostsee. Heutzutage zählt die Ostsee neben einem beliebten Urlaubsziel auch als eine wichtige Seeschifffahrtstraße. Besonders der Nord-Ostsee-Kanal, der die Ostsee mit der Nordsee verbindet, zählt zu den meistbefahrendsten künstlichen Seeschifffahrtsstraßen der Welt.
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